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HiWo

Gendersensibler Hitzeschutz für wohnungslose Frauen

Bestehende Hitzeschutzkonzepte berücksichtigen die spezifischen Lebenslagen wohnungsloser Frauen bislang nur unzureichend. Dabei sind wohnungslose Frauen bei Hitze besonderen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Häufig fehlen sichere Rückzugsorte, niedrigschwellige Hygienemöglichkeiten, Zugang zu Trinkwasser sowie Unterstützungsangebote, die ihre spezifischen Bedürfnisse berücksichtigen. 

Forschung trifft Streetwork

Seit Juni 2026 arbeiten LieLa e. V. und das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS gemeinsam im Projekt „HiWo – Gendersensibler Hitzeschutz: Gesundheitliche Chancengleichheit für wohnungslose Frauen“.

Ziel ist es, die Gesundheitsrisiken wohnungsloser Frauen bei Hitze zu beschreiben und praxiswirksame, wissenschaftlich fundierte Maßnahmen zu identifizieren.

Streetworkerinnen von LieLa e. V. suchen wohnungs- und obdachlose Frauen in ihrer Lebensrealität auf. Über eine App werden Daten zu hitzebedingten Belastungen, Schutz- und Hilfebedarfen sowie zur Nutzung bestehender Unterstützungsangebote erhoben. Zudem führen die Streetworkerinnen Beratungsgespräche und können vertieft auf individuelle Problemlagen der wohnungslosen Frauen eingehen.

    Wissenschaftliche Begleitung durch das BIPS

    Das BIPS verantwortet die wissenschaftliche Konzeption und Auswertung des Projekts.

    HiWo arbeitet mit einem Mixed-Methods-Design: Die App-basierten Daten werden durch leitfadengestützte Interviews mit wohnungslosen Frauen ergänzt. Dabei verfolgt HiWo einen partizipativen Forschungsansatz: Die Erfahrungen, Perspektiven und Bedarfe wohnungsloser Frauen bilden eine zentrale Grundlage, um bestehende Strukturen und Maßnahmen zu untersuchen und bedarfsgerechte Ansätze weiterzuentwickeln.

    Ziele des Projekts sind:

    • Erfassung der Bedarfe wohnungsloser Frauen bei Hitze und Extremwetter
    • Analyse bestehender Maßnahmen und Umsetzungsdefizite 
    • Partizipative Entwicklung und Erprobung von Schutzmaßnahmen
    • Entwicklung von Leitfäden für bundesweite Kommunen 
    • Erstellung zielgruppengerechter Informationsmaterialien 

    Von Bremen in die kommunale Praxis

    Auf Grundlage der Ergebnisse sollen wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen für Kommunen, ein übertragbares Schulungskonzept sowie zielgruppengerechte Informationsmaterialien für wohnungslose Frauen entstehen.

    In Kooperation mit LieLa e.V. : https://liela.org/hiwo/

    Kontakt

    Dr. Tilman Brand - brand(at)leibniz-bips.de 

    Dr. Saskia Müllmann - muellmann(at)leibniz-bips.de

    Förderung

    HiWo ist Teil der InnovationsCommunity Urban Health (ICUH) und wird im Rahmen von DATIpilot vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.